„Entweder du heiratest Sempronia Medullina oder du gehst nach Germanien!"

Zwei Übel, welches von beiden wählen? Für die Heirat sprach immerhin, dass ich in Rom bleiben könnte ... Die Braut stammte aus einem reichen Haus, ihre Mitgift musste beträchtlich sein. Das allerdings war ihr einziger Vorzug ... Andererseits …Germanien !

Allein das Wort ließ jeden Römer erschauern. Urwald, von Wölfen und Bären bevölkert. Wilde Jäger und Krieger, die sich in Felle hüllten und nur Fleisch, Milch und Käse zu sich nahmen ... Nun war Germanien unsere Provinz oder sollte es werden … wer wusste das schon? Unsere Legionen waren über den Rhenus gegangen ... Aber musste ausgerechnet ich ihnen nacheifern?

(Auszüge aus „Mein Jahr in Germanien“, Pendo Verlag)

 
Die fiktive oder zeitgenössische Erzählsprache zur römisch-germanischen Kulturbegegnung, ob in neuzeitlichen oder antiken Werken, ist eine ebenso lockende wie monumentale. So waren für Tacitus die Germanen gar das Idealbild eines „Urvolkes“, gänzlich unbeeinflusst von römischen Untugenden wie Korruption und Dekadenz. Gleichwohl waren auch sie „Barbaren“, weil sie der Sprache des Imperiums nicht mächtig waren.

An dieser Erzählsprache wird sich auch der LIMES-PARK ausrichten, etwa wenn er Besucherführungskonzepte sprachlich sowie bildlich umsetzt oder „story boards“ zum Erlebnistag im Freizeitpark entwirft. Nicht ausge-
schlossen, dass der LIMES-PARK auch gezielt (in Untertiteln) der lateinischen Amtssprache folgt. Das Motiv gibt das Statistische Bundesamt vor:

Danach haben im Schuljahr 2004/2005 bundesweit 739 000 Schülerinnen
und Schüler Latein gelernt, was einen Zuwachs um fast neun Prozent gegenüber dem vorangegangenen Schuljahr bedeutet. Zum dritten Mal in Folge verzeichnete das Unterrichtsfach Latein damit wachsenden Zulauf. 

 

Erzählkultur Limes-Park